Dienstag, 20. August 2013

Plädoyer für ein Ersatzrad


Ein Auto braucht ein vollwertiges Ersatzrad, ich bin da altmodisch. Ja, ich weiß, die wiegen und verbrauchen viel Platz im Auto. Reparaturkits und Noträder sind deshalb groß in Mode. Aber ich finde, dass einem diese Sachen kaum was bringen, wenn es wirklich nötig ist.

Neulich erst ist es passiert. Mein Arbeitsweg besteht ja je zur Hälfte aus Auto- und Bahnfahrt. Ich stieg also aus der Bahn, um den Rest des Heimwegs per Auto zu bewältigen und den Sohn abzuholen. Und siehe da: Reifen platt. Radwechsel in zwölf Minuten erledigt, Sohn abgeholt. So weit, so gut.

Mit so einem Reparaturkit soll es ja durchaus länger dauern, hab ich gehört. Wenn es denn überhaupt klappt. Notrad ist schön und gut, das geht auch schnell, aber damit kann man ja nur langsam fahren. In beiden Fällen muss man dann aber eiligst in die Werkstatt, um den kaputten Reifen reparieren oder ersetzen zu lassen.

Das ist dann nämlich das beste am vollwertigen Ersatzrad: Damit kann man erstmal ohne Einschränkungen rumfahren und sich mit dem kaputten Reifen etwas Zeit lassen. Als Berufstätiger weiß man das zu schätzen. Für mich wird es nach Möglichkeit nie etwas anderes geben als ein vernünftiges Ersatzrad im Auto.