Dienstag, 2. Dezember 2014

Latzes Whisky | Der Weg des Genießens



Jetzt ist es schon über ein Jahr her, dass ich in die Welt des guten Whiskys eingetreten bin und hier davon berichtet habe. Wird also mal wieder Zeit. Seitdem sind schon einige gute Tropfen meine Kehle hinuntergeflossen, aber trotzdem stehe ich noch ziemlich am Anfang als Whiskygenießer.

Sehr zum Leidwesen meiner holden Gattin haben es mir die kräftigen, rauchigen Whiskys von Islay und den anderen Inseln angetan. Sie mögen mir keinen für sie wohlriechenden Atem bescheren, aber sie sind lecker. Sehr. Beispiele sind Bowmore Legend, Caol Ila 12 und Ledaig 10, die ich großartig finde.

Dass ich noch ein Anfänger bin, merke ich daran, dass ich noch Schwierigkeiten habe, die Aromen im Whisky zu erschmecken und zu benennen. Holz, Honig, Vanille, Beeren, Zitrusfrüchte – all das und noch viel mehr soll man da schmecken können, was mir noch schwer fällt. Bis jetzt kann ich nur herausfinden, ob er rauchig ist oder nicht, vollmundig oder nicht und, besonders wichtig: ob er mir schmeckt oder nicht. Aber Übung macht den Meister.
 
Etwas Schützenhilfe bekomme ich offenbar künftig durch den Umstand, bei Facebook einer Gruppe von Whiskyliebhabern mit über 3.000 Mitgliedern beigetreten zu sein. Ein riesiger Treffpunkt lauter (positiv) Whiskyverrückter ist das, sehr unterhaltsam, kommunikativ und informativ. Und neben Infos und Anekdoten in Hülle und Fülle gibt es dort auch die Möglichkeit, an Samples (also Proben, die kleinen Fläschchen oben im Bild) in riesiger Auswahl zu kommen - für Einsteiger wie mich eine tolle Möglichkeit, viel probieren zu können, ohne gleich große Flaschen kaufen zu müssen, die erstens viel kosten und zweitens verkommen, wenn der Inhalt mir nicht schmeckt. Tolle Sache, schon für euch getestet.

Natürlich sind auch Tastings weiter interessant, so bin ich schließlich überhaupt in die ganze Sache hineingeraten. Bald gibt es wieder eins in der Weinkellerei von Have in Bergedorf, diesmal geht es um Bourbon und irischen Whiskey. Obwohl ich ja, wie oben erwähnt, ein besonderes Faible für kräftigen, rauchigen Single Malt aus Schottland habe, bin ich den milderen und süßeren Kollegen aus Irland und den USA nicht minder zugetan. Zum Beispiel finde ich den Jack Daniel's Single Barrel sehr lecker.
 
Ich bin also gespannt und werde hier berichten, wie es war.