Dienstag, 23. Dezember 2014

Weihnachtsmarkt in Basthorst

So kurz vor dem Fest kann ich ja noch schnell von unserem kürzlichen Besuch auf Gut Basthorst berichten. Dort ist an den Adventswochenenden immer Weihnachtsmarkt. Östlich der Alster ist das durch intensive Plakatierung wohlbekannt. Das merkt man dann auch beim Besuch, denn es ist ganz schön voll. Zu voll eigentlich sogar, um gemütlich zu sein.

Das Gut ist ja wirklich nett, durch seine Scheunen und Katen, Höfe, Wiesen, Hecken und Teiche ein wirklich idyllischer Ort. Hat uns schon beim Mittelalterlich Spectaculum überzeugt. Aber gleichzeitig ist auch das gleiche Problem aufgetreten: Bei großem Andrang ergibt sich auf dem verwinkelten Veranstaltungsgelände ein eher unbesinnlicher Wuseligkeitsfaktor. Der wirkt sich besonders dann ungünstig aus, wenn man Kinder im Schlepptau hat, die ständig im Auge behalten werden wollen.

Das Angebot dort ist riesig. In den vielen Gebäuden wird das volle Programm an Weihnachtsschnickschnack angeboten, draußen gibt es Essen, Trinken und Kinderbespaßung. Das Ponyreiten war preislich ok, die Preise für das Kulinarische waren weihnachtsmarktüblich relativ hoch. Der Glühwein war lecker, die Kartoffelpuffer auch. Ob dann die 4,50 Euro Eintritt obendrauf noch sein müssen, kann sich jeder selbst überlegen.

Wir werden beim nächsten Mal eher wieder zum nicht allzu weit entfernten Schloss Wotersen fahren. Der Weihnachtsmarkt dort ist – zumindest bei unserem letzten Besuch vor zwei Jahren – etwas friedlicher und weitläufiger, nicht minder stimmungsvoll und ohne Eintritt.

Ein Highlight aus Basthorst muss ich aber noch nachliefern: das dortige Lager der schwedischen Whiskybrenner von Mackmyra. Es bietet die Möglichkeit, für schlappe rund 2.000 Taler ein Fass zu erwerben – mehrere Fasstypen stehen zur Auswahl – und es sich mit einem der zur Auswahl stehenden Single Malts befüllen zu lassen. Der Fassbesitzer darf dann jährlich verkosten und sich bei Erreichen der passenden Reifung nach drei bis fünf Jahren den guten Tropfen abfüllen lassen (das Hamburger Abendblatt hat es ausführlicher beschrieben). Klingt nach einer guten Sache. Ich fange dann mal an zu sparen.

Ach ja, und bei dem kurzen Besuch des Lagers nutzte ich die Chance, Mackmyras neuesten Tropfen zu verkosten: den Iskristall. Ein sehr vollmundiger und fruchtiger Malt, schmeckt ganz klar nach mehr.